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Beginn des neuen rotarischen Jahres
"Mit Kunst Brücken bauen"
Pressekonferenz am 14. Juli 2011
Artikel aus dem Quickborner Tageblatt vom 15. Juli 2011 von René Erdbrügger
QUICKBORN. Es gibt einen Wechsel an der Spitze des Rotary Clubs Quickborn: Heinz Wiedemann (60) hat das Amt von Peter J. Kracht übernommen.
Ein Mann an der richtigen Stelle: Seit 30 Jahren setzt sich Wiedemann, der seit 1989 in der Eulenstadt wohnt, für sozial benachteiligte Kinder und für die Integration behinderter Jungen und Mädchen ein. Der Diplomkaufmann, ein gebürtiger Franke, sorgte außerdem mit einem Konzept dafür, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Wetterstation die Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor ansiedelte - ursprünglich war die Station im Fokus einer Sekte, die dort eine Unterkunft suchte.
Mit neuen Projekten starten Wiedemann und sein Team nun in die Amtszeit. Gestern stellten er sowie Ingetraud Schröder und Ute Pfestorf ihre Ideen während einer Pressekonferenz vor.
"Mit Kunst Brücken bauen", lautet Wiedemanns Motto für sein Amtsjahr - soll heißen, er möchte gesellschaftliche und soziale Gräben und Gegensätze überwinden. Unter Kunst subsumiere er auch die modernen Medien. So will Wiedemann in Kooperation mit der Stadtjugendpflege eine Medien-und Kunstwerkstatt ins Leben rufen. "Jugendliche, die eine Affinität zum Computer haben, sollen im Internet eine Plattform von allen sozialen Organisationen in Quickborn schaffen. Viele Familien wissen nicht, was es an Angeboten gibt", so Wiedemann. |
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Ingetraud Schröder, Heinz Wiedemann und Ute Pfestorf
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Sehr am Herzen liegt Wiedemann auch das neue Projekt "BaumArt". Kinder, Jugendliche und etablierte Künstler sollen das kleine Arboretum am Freizeitsee mit Kunstwerken zum Thema Baum gestalten. Die Idee dazu sei im Rahmen eines Workshops mit Jungen und Mädchen der Comenius-Schule entstanden. Vor fünf Jahren begannen die Rotarier, am Freizeitsee jeweils im September den Baum des Jahres zu pflanzen, am 9. September wird das die Elsbeere sein. Auch ein Baumlehrpfad entstand dort.
Des Weiteren wollen die Rotarier im Zusammenhang mit der Stadtjugendpflege einen Werbetrailer für ihr Schwerpunktprojekt Christophorus drehen - diese Aktion, 2008 angeschoben, soll weiter ausgebaut werden. Bislang stehen 21 Mentoren, in der Regel Senioren, mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung jeweils einem Kind oder Jugendlichen zur Seite.
Jetzt wird die Hilfe noch umfassender: Geplant ist, dass Mentoren Comeniusschüler zwei Jahre lang auf dem Weg zum Hauptschulabschluss und bis zum Ausbildungsplatz begleiten. Wiedemann ist der Ansicht, dass man dann wohl auch einen Sozialtherapeuten einstellen müsse. Bislang läuft das Projekt noch ehrenamtlich. Aber: "Kinder sind unsere Zukunft", sagt er. Wer Interesse hat, als Mentor zu arbeiten, meldet sich bei Schröder unter (040) 5 22 23 48.
Dass die Rotarier in der Bevölkerung bekannter und transparenter werden, auch dafür will das Trio sorgen: "Wir sind eine große Hilfsorganisation mit weltweit 46 000 Mitgliedern. Es geht uns darum, dem Gemeinwohl zu dienen", so Wiedemann. Wenn man etwas bewegen wolle, müsse man jedoch fundamentalistisch rangehen.
Der Quickborner Rotary Club wurde vor 22 Jahren gegründet. Er hat 41 Mitglieder. Der Club finanziert sich größtenteils über Mitgliederbeiträge. Projekte werden durch Benefizveranstaltungen und Fundraising finanziert. Bis zu 25 000 Euro stehen jährlich zur Verfügung.
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